Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
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Warum Eigenverbrauch wichtig ist

Der Eigenverbrauch ist der Schluessel zur Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage. Während die Einspeisevergütung in der Schweiz gesunken ist, sind die Strompreise gestiegen. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart mehr als die Einspeisung einbringt. Ohne Massnahmen liegt der Eigenverbrauch bei 25-35%, mit gezielten Strategien bei 60-80%.

Lastverschiebung im Haushalt

Die einfachste Methode ist die Lastverschiebung. Energieintensive Geräte wie Waschmaschine, Geschirrspueler und Tumbler sollten mittags laufen, wenn die Solaranlage am meisten produziert. Zeitschaltuhren und Smart-Home-Systeme automatisieren dies zuverlässig. Auch die Warmwasseraufbereitung kann tagsüber mit Solarstrom erfolgen, was einen erheblichen Teil der Überschussenergie nutzt.

Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher ist die effektivste Methode zur Eigenverbrauchssteigerung. Er speichert überschuessigen Solarstrom tagsüber und gibt ihn abends und nachts ab. Pro kWp Anlagenleistung empfehlen sich 1-1.5 kWh Speicherkapazitaet. Die Kosten sind stark gesunken und machen die Investition zunehmend attraktiv für Schweizer Haushalte.

Elektromobilitaet nutzen

Ein Elektrofahrzeug ist ein hervorragender Abnehmer für Solarüberschuss. Intelligente Wallboxen laden gezielt bei Solarüberschuss. Die jaehrliche Einsparung gegenüber Benzin kann 1500-2500 Franken betragen – ein starkes Argument für die Kombination aus Solar und E-Mobilitaet.

Energiemanagement-Systeme

Moderne EMS steuern alle Verbraucher automatisch und optimieren den Eigenverbrauch in Echtzeit. Sie berücksichtigen Solarproduktion, Speicherfuellstand, Wetterprognose und Stromtarif. Der Eigenverbrauch kann um weitere 10-15% gesteigert werden. In Mehrfamilienhaeusern bietet der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) zusätzliche attraktive Möglichkeiten.

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Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer

Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.

Batteriespeicher – lohnt sich das?

Planung und Installation

Der Weg zur eigenen Solaranlage beginnt mit einer professionellen Dachanalyse. Dabei werden Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik geprüft. Süd-, Südost- und Südwestdächer mit 15–35° Neigung sind ideal. Aber auch Ost-West-Anlagen sind wirtschaftlich sinnvoll und liefern eine gleichmässigere Stromproduktion über den Tag. Die Montage dauert typischerweise 2–3 Tage für ein Einfamilienhaus. Der Installateur kümmert sich um die Baubewilligung, den Netzanschluss und die Anmeldung bei Pronovo für die Einmalvergütung. Nach der Inbetriebnahme können Sie Ihre Stromproduktion per App überwachen und Ihren Eigenverbrauch optimieren. Ein jährlicher Check durch den Fachmann sichert die langfristige Leistung.

Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Umweltbilanz und Nachhaltigkeit

Eine Solaranlage in der Schweiz vermeidet pro kWp jährlich rund 400–500 kg CO₂. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage sind das über die Lebensdauer von 25 Jahren mehr als 100 Tonnen eingespartes CO₂. Die energetische Amortisation – also die Zeit, bis die Anlage mehr Energie produziert hat als für ihre Herstellung benötigt wurde – liegt bei nur 1–2 Jahren. Danach liefert sie über 20 Jahre lang sauberen, klimaneutralen Strom. Am Ende ihrer Lebensdauer können über 95 % der Materialien recycelt werden. Silizium, Glas und Aluminium werden zurückgewonnen und in neuen Produkten eingesetzt. So schliesst sich der Kreislauf – und Sie leisten einen messbaren Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.

Eigenverbrauch und kantonale Stromtarife

Warmwasser und Wärmepumpe als Speicher

Neben dem klassischen Batteriespeicher bietet die thermische Speicherung eine kosteneffiziente Alternative zur Erhöhung des Eigenverbrauchs. Ein Warmwasserboiler mit 300 Litern speichert rund 15 kWh thermische Energie – das entspricht einer kleinen Batterie, kostet aber deutlich weniger. Moderne Wärmepumpen können gezielt während der solaren Spitzenproduktion betrieben werden und heizen das Haus quasi mit Gratisenergie vor. In gut isolierten Schweizer Neubauten nach Minergie-Standard reicht diese Vorheizung für mehrere Stunden. Die Kombination aus Wärmepumpe, Warmwasserboiler und intelligentem Energiemanagement steigert den Eigenverbrauch auf über 70 % – ganz ohne teure Batterie.

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